Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht Logo Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht

Sie befinden sich hier: Aktuelles Max-Planck-Tag 2018

Max-Planck-Tag 2018

Tag des offenen Instituts

Anlässlich des Max-Planck-Tages, am 14. September 2018, standen die Türen unseres Instituts für Besucher offen. Wir haben unsere Forschung vorgestellt, durch unsere Institutsbibliothek geführt, aus der Geschichte des MPIL erzählt und Wissenschaft ins Gespräch gebracht.

 Zum Programm

 

Max-Planck-Woche der vier Heidelberger Institute

Mit ihren vier Max-Planck-Instituten, die Spitzenforschung in den Bereichen Astronomie, Kernphysik, medizinische Forschung und ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht betreiben, ist die Universitätsstadt am Neckar einer der traditionsreichsten und bedeutendsten Standorte der MPG. Darum luden die Heidelberger Institute der Max-Planck-Gesellschaft im Vorfeld des Max-Planck-Tages (Montag bis Donnerstag, 10.-13. September) in Kooperation mit dem Deutsch-Amerikanischen Institut Heidelberg zu vier Vortragsabenden ein, um große Fragen aus der Forschung der Institute allgemeinverständlich und unterhaltsam ins Gespräch zu bringen. Am Max-Planck-Tag (Freitag, 14.9.) fand dann als zentrale gemeinsame Veranstaltung eine Podiumsdiskussion mit führenden Köpfen der Institute statt – über „Große Fragen“, Herausforderungen und Perspektiven der Wissenschaft.

Flankierend gab es bei allen Veranstaltungen kleine Stände zur Information über die Institute und die MPG. 

 

Das waren unsere Themen:

Ist Völkerrecht nur was für Diplomaten?

UN Photo/Eskinder Debebe

Kein Gerichtsprozess ohne Verteidigung. Keine Kinderarbeit. In den Urlaub fliegen ohne Visum. Ein Semester im Ausland studieren. All diese Errungenschaften und Erleichterungen verdanken wir Vereinbarungen zwischen Staaten. Zur Entstehung, Wirkung und Verbesserung dieser für uns alle wichtigen internationalen Normen forschen wir.

 

Ist Krieg ein Weg zum Frieden?

UN Photo

Als globale Friedensordnung verbietet das Völkerrecht den Einsatz militärischer Gewalt – und erlaubt von dieser Regel nur wenige Ausnahmen. Umstritten ist, ob und wann Staaten Krieg führen dürfen, um schwere Menschenrechtsverletzungen zu verhindern oder zu beenden. Das erforschen wir. Und fragen auch, wann dabei aus einem Bruch des Völkerrechts neues Recht entsteht.

Haben Tiere Rechte?

Photo: Pixabay

Der rechtliche Schutz von Tieren, ihr Rechtsstatus und mögliche Rechte hängen vom Verhältnis des Menschen zum Tier ab. Gewohnheiten und Traditionen, Religion und Kultur, der Wohlstand einer Gesellschaft – all dies sind dabei wichtige Faktoren. Die globale Tierrechtsforschung muss darum Argumente auffinden und weiterentwickeln, die von Menschen überall auf der Welt geteilt werden.

Wie entstehen Urteile des Europäischen Gerichtshofs?

Foto: Gerichtshof der Europäischen Union

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) zählt zu den mächtigsten Gerichten in Europa. Seine Urteile entstehen in komplexen Verfahren, an denen viele unterschiedliche Akteure beteiligt sind. Das Verfahrens- und Organisationsrecht des EuGH bestimmt, wie dabei Macht und Einfluss verteilt sind. Wir erforschen, wie es aussehen soll, damit der Gerichtshof zugleich effektiv und legitim entscheiden kann.

Kann Völkerrecht Krankheiten verhindern?

UN Photo/Logan Abassi/MINUSTAH

Um grenzüberschreitende Seuchen zu verhindern, arbeiten Staaten und internationale Organisationen wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) eng zusammen und stimmen ihre Vorsorge- und Hilfsmaßnahmen miteinander ab. Für dringende gesundheitliche Notlagen bietet Völkerrecht Regelungsstrukturen. Daran arbeiten wir gemeinsam mit Medizinern, Politikwissenschaftlern und anderen Experten.