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Prof. Dr. Armin von Bogdandy

 

Armin von Bogdandy wurde mit dem Héctor Fix-Zamudio-Preis für internationale rechtswissenschaftliche Forschung 2015 ausgezeichnet.

Mit dem Héctor Fix-Zamudio-Preis für internationale rechtswissenschaftliche Forschung 2015 wurde am 18. September Armin von Bogdandy, Direktor am Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht ausgezeichnet.

Seit 2005 wird der mit 10.000 US-Dollar dotierte Héctor Fix-Zamudio-Preis von der Universidad Nacional Autónoma de México (UNAM) an Gelehrte verliehen, die in der Rechtswissenschaft herausragend originelle und weiterführende Beiträge erbracht haben. Frühere Preisträger sind unter anderem Joseph Raz, Peter Häberle, Luigi Ferrajoli und Ronald Dworkin. 

Der mexikanische Jurist Héctor Fix-Zamudio, geboren 1924, hat durch seine Arbeiten zum Verfassungsrecht, zur Rechtsvergleichung und zu den Menschenrechten die ibero-amerikanischen Verfassungslandschaften entscheidend geprägt und war von 1986 bis 1997 Richter am interamerikanischen Gerichtshof für Menschenrechte und dessen langjähriger Präsident.

Im Rahmen des Forschungsprojekts Ius Constitutionale Commune en América Latina (ICCAL) pflegt das Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht den intensiven Austausch mit führenden Experten in Lateinamerika, um Grundzüge, Tendenzen, Spannungen, Herausforderungen und Potential eines gemeinsamen Rechts (ius commune) insbesondere im Bereich der Menschenrechte aufzuzeigen. Gespeist aus der konkreten Erfahrung inakzeptabler Zustände systemischen Charakters zielt dieser regionale Ansatz transformatorischer Verfassungsstaatlichkeit auf den Wandel politischer und sozialer Realitäten durch eine konzertierte Stärkung von Menschenrechten, Demokratie und Rechtstaatlichkeit.

Seit 2006 unterhält das Institut unter dem Dach seines Wissenschaftlichen Netzwerks Lateinamerika eine enge Kooperation mit dem Instituto de Investigaciones Juridicas de la UNAM, der größten juristischen Forschungsinstitution in Lateinamerika. Ziel des Austausch von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, der gemeinsamen Organisation von Tagungen und der Herausgabe spanischsprachiger Publikationen ist eine Stärkung des transregionalen rechtswissenschaftlichen Diskurses im Kontext zunehmender Internationalisierung des Verfassungsrechts.