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Jessup Moot Court 2017

Allgemeine Informationen zum Philip C. Jessup Moot Court

Beim "Jessup" handelt es sich um den größten und ältesten internationalen Moot Court auf dem Gebiet des Völkerrechts. Er wurde 1959 von Studenten der Harvard und der Columbia University sowie der University of Virginia gegründet und wird seither jährlich von der International Law Students Association (ILSA) organisiert. Zur Zeit nehmen mehrere tausend Studentinnen und Studenten von über 500 Universitäten aus etwa 80 Ländern teil.

Der Sache nach geht es um eine simulierte Gerichtsverhandlung in englischer Sprache vor dem Internationalen Gerichtshof (IGH) in Den Haag. Teams repräsentieren sowohl Kläger- wie Beklagtenseite und müssen sich mit schriftlichen "Memorials" und in einer mündlichen nationalen Ausscheidung - jeweils in englischer Sprache - für die International Rounds in Washington, D.C. qualifizieren; dort treffen sich die jeweils besten Teams aus 80 Staaten, um in einer weiteren Runde mündlicher Verhandlungen den Besten auszuspielen. Richter sind bei den nationalen und internationalen Ausscheidungsrunden jeweils Professoren oder Praktiker, im Finale auch Richter des IGH.

Unter den vielen verschiedenen Wettbewerben ragt der Philip C. Jessup Moot Court als traditionsreichster und mit Abstand bekanntester Wettbewerb für Völkerrecht heraus. Alle Teilnehmer bearbeiten denselben Fall, der im September eines jeden Jahres herausgegeben wird. Dabei geht es jeweils um aktuelle völkerrechtliche Fragestellungen.

Offizielle Seite der International Law Students Association

Vorzüge des Jessup Moot Courts

  • Praxisbezug: Ein Moot Court stellt eine einmalige Gelegenheit dar, bereits vor Studienende einmal in die Anwaltsrolle zu schlüpfen. Hier muss kein nüchternes, ausgewogenes Gutachten präsentiert werden, sondern man kann endlich einmal einseitig für "seine" Partei eintreten.
  • Intensivsprachkurs: Der Jessup-Wettbewerb findet gänzlich in englischer Sprache statt. Man arbeitet englischsprachige Schriftsätze aus und hält seine Plädoyers sowohl bei der nationalen als auch der internationalen Ausscheidung auf Englisch.
  • Intensiver Rhetorikkurs und Argumentationstraining: Die Teammitglieder lernen ihr Wissen anzuwenden, ihre Argumente stringent aufzubauen und überzeugend zu präsentieren. Durch die intensive Vorbereitung auf die Plädoyers wird trainiert, in Sekundenschnelle höflich und bestimmt auf unerwartete Nachfragen der Richter zu reagieren und die Argumente der Gegenseite zu entkräften.
  • Teamarbeit: Schriftsätze und Plädoyers werden von allen Teilnehmern eines Teams gemeinsam vorbereitet und am Ende zählt einzig und allein die Gesamtleistung.
  • Die Arbeit vermittelt umfassende Völkerrechtskenntnisse zur Vorbereitung und Vertiefung in den Schwerpunktbereichen 6 und 8.
  • Der Moot Court zählt als fremdsprachliche Veranstaltung und Schlüsselqualifikation (i.S. der Prüfungsordnung). Die Teilnahme wird auch stets einen hervorragenden Pluspunkt im eigenen Lebenslauf darstellen.
  • Darüber hinaus führt die Teilnahme an einem Moot Court nach Änderung der Prüfungsordnung gemäß § 22 Abs. 2 Nr. 5 JAPrO zu einer Fristverlängerung und ist damit nicht freiversuchschädlich (sofern kein Seminarschein verlangt wird). 
  • Den ersten drei deutschen Teams winkt die – von Sponsoren finanzierte – Fahrt zur internationalen Ausscheidung nach Washington!
  • Arbeit und Betreuung am Max Planck Institut für ausländisches Öffentliches Recht und Völkerrecht: Teilnehmer/innen erhalten ein eigenes Büro, Zugriff auf die Ressourcen des Instituts und sie werden von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Instituts betreut.

 

Sponsor

Das Heidelberger Team wird großzügig unterstützt von der Heidelberger Gesellschaft für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht.

Erfahrungsbericht 2017