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In wessen Namen? Eine Bestandsaufnahme der internationalen Gerichtsbarkeit im Lichte des demokratischen Prinzips

Das dominierende rechtswissenschaftliche Verständnis sieht internationale Gerichte als Instrumente der Streitbeilegung, die der Konsens der sie tragenden Staaten rechtfertigt und in deren Namen sie entscheiden. Dieses Verständnis ist heute unzulänglich. Es blendet wichtige gerichtliche Funktionen und die legitimatorische Problematik aus, so dass es eine erfolgreiche Tätigkeit der internationalen Gerichte und ihre zeitgemäße Weiterentwicklung behindert. Es bedarf eines neuen Ansatzes. Das Buch legt anhand von drei Grundbegriffen die Schwächen des herrschenden Verständnisses dar und unterbreitet ein neues, das internationale Gerichte als Träger öffentlicher Gewalt präsentiert. Die Begriffe lauten: Multifunktionalität, internationale öffentliche Gewalt und Demokratie.


Publikationen

In wessen Namen? Internationale Gerichte in Zeiten globalen Regieren, Suhrkamp Verlag, Berlin, 2014, 383 S. (mit Ingo Venzke).
Engl. Fassung: In whose name? A public law theory of international adjudication, Oxford University Press, Oxford, 2014, 269 S.

Besprechungen

Elisabeth von Thadden, Die Zeit, Nr. 4, S. 44, 16.1.2014.
Annette Wilmes, Deutschlandfunk, Politische Literatur, 20.1.2014. http://www.deutschlandfunk.de/recht-die-macht-der-internationalen-gerichte.1310.de.html?dram:article_id=275200
Berthold Merkle, Südwest Presse, 30.1.2014, S. 3.
Berthold Merkle, Stuttgarter Zeitung, 31.1.2014, S. 31.
Berthold Merkle, Badische Zeitung, 6.2.2014.
Berthold Merkle, Neue Zürcher Zeitung, 27.3.2014, S. 7.
Rolf Gröschner, Juristenzeitung 13 (2014) 69, S. 674-678.
Brandeis Institute for International Judges, Pacific McGeorge Global Business & Development Law Journal 28 (2014), S.47-53.
Mehrdad Payandeh, Archiv des öffentlichen Rechts 2014, 139 (4): 630-634
Björn Schiffbauer, Zeitschrift für Außen- und Sicherheitspolitik, (2014) 7:529-531.