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Recht der Europäischen Union

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Im Zentrum der unionsrechtlichen Forschung des Instituts steht zur Zeit die europäische Verfassungs- und Rechtsstaatlichkeitskrise. Mehrere Institutsprojekte widmen sich dieser Krise: theoretisch, dogmatisch und praktisch. Ein erster Ansatz wurde 2012 mit dem Projekt „Reverse Solange“ entwickelt, das einen neuen Vorschlag zum Schutz vor systemischen Grundrechtsverletzungen der Mitgliedstaaten unterbreitet. Ein weiteres Projekt entwickelt den Begriff der „strukturellen Rechtstaatlichkeitsprobleme“. Darauf aufbauend widmen sich Projekte konkret der Situation in einzelnen Mitgliedstaaten, insbesondere in Ungarn, Rumänien und Polen. Zusätzlich zur Forschung zur Rechtsstaatlichkeitskrise befasst sich ein Institutsprojekt mit dem vertieften Vergleich von Funktionen, dogmatischen Kernbeständen und institutioneller Ausgestaltung von EGMR und EuGH, insbesondere im Lichte ihrer verfassungsgerichtlichen Dimension. In einem ersten Schritt wurde dabei das Richterauswahlverfahren vergleichend aufgearbeitet.

Die Forschung des Instituts erschließt das Unionsrecht als Teil des Europarechts und in der Perspektive eines Ius Publicum Europaeum im europäischen Rechtsraum. Sie folgt dabei einem verfassungsrechtlichen Ansatz, der das Unions-Primärrecht als Verfassungsrecht erschließt, Anschluss an die Diskurse des liberaldemokratischen Konstitutionalismus sucht und das Material verfassungstheoretisch und dogmatisch systematisiert.

Institutionelle Forschungsprojekte

Qualifikationsarbeiten

Abgeschlossene Qualifikationsarbeiten (Auswahl):