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Beiträge zum ausländischen öffentlichen Recht und Völkerrecht

Veröffentlichungen des Max-Planck-Instituts für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht


Band 200:

Anja Katarina Weilert

Grundlagen und Grenzen des Folterverbotes in verschiedenen Rechtskreisen / The Prohibition of Torture in Different Legal Traditions

Eine Analyse anhand der deutschen, israelischen und pakistanischen Rechtsvorschriften vor dem Hintergrund des jeweiligen historisch-kulturell bedingten Verständnisses der Menschenwürde / An Analysis of German, Israeli, Pakistani Law in their Historical and Cultural Concepts of Human Dignity


Summary (PDF, 117.5 KB (Volltext)

Inhalt:
Das Folterverbot im Völkerrecht: Begriff der Folter im Völkerrecht. - Absolute Geltung des Folterverbotes im Völkerrecht. - Zwischenergebnis.
Christlich-Europäischer Rechtskreis: Das Folterverbot in der deutschen Rechtsgeschichte. - Das Folterverbot in Deutschland.
Jüdisch-israelischer Rechtskreis: Das Folterverbot in der israelischen Rechtsgeschichte. - Das Folterverbot in Israel seit dem Erlass des Basic Law: Human Dignity and Liberty (1992). - Zwischenergebnis.
Islamischer Rechtskreis: Folterverbot in der pakistanischen Rechtsgeschichte. - Umfang des Folterverbotes im gegenwärtigen Recht Pakistans. - Zwischenergebnis.
Vergleich des christlich-europäischen, jüdisch-israelischen und islamischen Rechtskreises: Vergleich des Schutzes der Menschenwürde. - Vergleich der Reichweite des Folterverbotes. - Auswirkung des Schutzes der Menschenwürde auf die Ausgestaltung des Folterverbotes. - Vergleich des völkerrechtlichen Standards in den einzelnen Rechtsordnungen.
Zusammenfassung der wesentlichen Ergebnisse.
Summary: The Prohibition of Torture in Different Legal Traditions. An Analysis of German, Israeli, Pakistani Law in their Historical and Cultural Concepts of Human Dignity



Das absolute Verbot der Folter, wesentlicher Bestandteil der großen internationalen Menschenrechtsverträge des 20. Jahrhunderts, ist in jüngster Zeit in die Diskussion geraten. Die vorliegende Arbeit untersucht die Reichweite des Folterverbotes zunächst auf der Ebene des Völkerrechts und sodann in verschiedenen Rechtskreisen am Beispiel der deutschen, israelischen und pakistanischen Rechtsvorschriften. Besondere Aufmerksamkeit wird dabei der Frage nach der Zulässigkeit von Folter zum Zwecke der Gefahrenabwehr gewidmet. Es werden im Rahmen dieser Untersuchung neben der Darstellung der Rechtslage insbesondere auch die Auswirkungen des jeweiligen historisch-kulturell bedingten Verständnisses der Menschenwürde auf das Folterverbot analysiert.

2009. XXX, 476 S.
ISBN 978-3-540-87747-9
Springer-Verlag, Berlin/Heidelberg