In diesen zwei Forschungsbereichen wird die demokratische Legitimation ethischer Entscheidungen in der Bundesrepublik Deutschland und rechtsvergleichend in anderen ausgewählten Staaten untersucht.
Ziel der Forschungsbereiche ist eine umfassende Analyse der Bewältigung der Normsetzungs- und Normanwendungsprobleme der Biotechnologie und modernen Medizin in den verschiedenen demokratischen, nationalstaatlichen Ordnungen.
Ein Aspekt der Untersuchung werden dabei die Auswirkungen von Ethikräten und Ethikkommissionen auf die demokratische Legitimation von Gesetzen bzw. Administrativentscheidungen sein. Dies ist vergleichend und in Abgrenzung zu anderen Normsetzungsprozessen und Verwaltungsentscheidungen im ethischen Bereich zu untersuchen.
Wesentlich ist zudem die Frage zu beantworten, wie in demokratischer oder demokratischerer Weise auf Dissens in materiellen bioethischen Fragen bei der Normsetzung und Normdurchsetzung reagiert werden kann.
Laufende Projekte in diesen Forschungsbereichen:
1. Forschungsarbeit: "Das Verhältnis von Ethik, Moral und Recht - Fragen demokratischer Legitimation am Beispiel von Ethikräten und Ethikkommissionen im Gesetzgebungs- und Verwaltungsverfahren"
(Habilitation, PD Dr. Silja Vöneky, Leiterin der Max-Planck-Forschungsgruppe)
2. Forschungsarbeit: "Legitime Strategien der Dissensbewältigung in demokratischen Staaten - Ein Vergleich von Rechtsetzungsverfahren im Bereich der Biomedizin in Japan und Großbritannien"
(Dissertation, Cornelia Hagedorn, Doktorandin der Max-Planck-Forschungsgruppe)