Im Mittelpunkt der IMPRS steht die Frage, welche Voraussetzungen und Rahmenbedingungen erforderlich sind, damit Konflikte auf internationaler Ebene erfolgreich gelöst werden können. Dabei geht es insbesondere um Verfahren vor dem Internationalen Gerichtshof, dem Internationalen Seegerichtshof, den Internationalen Strafgerichten sowie der internationalen Schiedsgerichtsbarkeit. Weitere Schwerpunkte sind Investitionsstreitigkeiten, die Handelsschiedsgerichtsbarkeit, die internationale Sportgerichtsbarkeit, Streitigkeiten vor den Streitbeilegungsgremien der WTO und die Behandlung von Staateninsolvenzen sowie alternative Methoden der Streitbeilegung.
Der Schlüsselgedanke lautet, dass der Vergleich verschiedener Institutionen (sowohl des Völkerrechts wie des internationalen Wirtschafts- und des Strafrechts) neue Einsichten über die Geeignetheit von Institutionen und Verfahren zur effektiven Beilegung von Konflikten erlaubt. Vernetzte Forschungsvorhaben der beteiligten Doktoranden und Hochschullehrer sollen eine fächerübergreifende Perspektive eröffnen, die der Rechtswissenschaft bisher aufgrund der strikten Trennung von internationalem Privatrecht und Völkerrecht sowie internationalem Strafrecht fehlt. Die Forschungsthemen sind international, rechtsvergleichend und interdisziplinär ausgerichtet. Das Kolleg wendet sich an Doktoranden aus den Rechtswissenschaften sowie der Politologie, der Soziologie und der Psychologie.
Die International Max Planck Research School ist verbunden mit dem bereits bestehenden Promotionskolleg „Erfolgreiche Internationale Streitbeilegung“, das an der Juristischen Fakultät der Universität Heidelberg angesiedelt ist. Beide werden vom Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht in Heidelberg und dem Institut für ausländisches und internationales Privat- und Wirtschaftsrecht der Ruperto Carola getragen. Kooperationspartner ist außerdem das Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Strafrecht in Freiburg.
Wissenschaftlicher Beirat:
- Prof. Dr. Hélène Ruiz Fabri; Dekanin der Juristischen Fakultät der Sorbonne
- Prof. Alexis Mourre; Vice-président de la Cour Internationale d’Arbitrage de la CCI
- Prof. Dr. Allan Rosas; Richter am Europäischen Gerichtshof
- Prof. Dr. Christoph Schreuer; Vorsitzender des "Committee on International Law on Foreign Investment" der ILA
- Prof. Dr. Mark Villiger; Richter am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte
- Prof. Dr. Andreas Vosskuhle; Präsident des Bundesverfassungsgerichts
- Sir Michael Wood; Barrister; Mitglied der Völkerrechtskommission der UN
AKTUELLE VERANSTALTUNGEN
Die Entscheidung des IGH in the Sachen Deutschland / Italien
Burkhard Hess , Universität Heidelberg
Ort: MPINächste reguläre Sitzung: Montag, 19.3.
Nächste Vortragsveranstaltung: Freitag, 13.4. (Details folgen)
Blockveranstaltung: Donnerstag 5.- Samstag 7. Juli
NEUE BEWERBUNGSRUNDE
Zusätzliche Doktorandenstellen / Stipendien werden zum Januar 2011 verfügbar.
Bitte verwenden Sie für Bewerbungen die neuen Formulare.
Anfragen sind per Email an den Koordinator der IMPRS, Herrn Marcus Mack zu richten (mmack@mpil.de).