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Preisverleihung 2021

Ankündigung

Das Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht in Heidelberg und das Lauterpacht Centre for International Law an der Universität Cambridge freuen sich, die Verleihung des zweiten Max-Planck-Cambridge Preises für Völkerrecht (MaxCamPIL) an
 

Sundhya Pahuja

Professorin an der Melbourne University Law School bekanntzugeben.

Der Preis wurde 2019 vom Max-Planck-Institut und dem Lauterpacht Centre mit einer großzügigen Spende der Fördernden Mitglieder der Max-Planck-Gesellschaft ins Leben gerufen. Er wird alle zwei Jahre an eine*n Wissenschaftler*in in der Mitte seiner/ihrer Laufbahn verliehen, die/der nicht nur einen herausragenden Beitrag zur völkerrechtlichen Forschung geleistet hat, sondern auch weiterhin substanzielle, innovative und wegweisende wissenschaftliche Beiträge erwarten lässt. Der Preis soll bereits abgeschlossene Forschungen sichtbar machen und die zukünftige Arbeit des/der Preisträger*in in einer Phase der Neuordnung globaler Ordnung unterstützen.
 
Das Auswahlgremium, das sich aus jüngeren Wissenschaftler*innen zusammensetzt und von den Professoren Eyal Benvenisti und Armin von Bogdandy geleitet wurde, freut sich, die Auszeichnung von Professorin Sundhya Pahuja mit dem Max-Planck-Cambridge-Preis für Völkerrecht 2021 bekanntzugeben. Das Komitee hat einstimmig entschieden, Professorin Pahuja als herausragende, originelle und höchst einflussreiche Wissenschaftlerin und Mentorin auszuzeichnen. Die Preisträgerin habe bedeutende Beiträge zu weitreichenden und wichtigen Fragen des internationalen Wirtschaftsrechts, zu Recht und Entwicklung, zur Global Governance und zu juristischen Begegnungen zwischen normativen Ordnungen vorgelegt, und dies unter Anwendung einer breiten Vielfalt von methodischen Ansätzen, darunter Postkoloniale Theorie, Politische Ökonomie, Science and Technology Studies und Kritische Ökonomische Theorie.
 

Ihre Arbeit habe das Bewusstsein dafür geschärft, welche Rolle die Strukturen des internationalen Rechts bei der Perpetuierung von globaler Ungleichheit, Armut und bestehenden Machtverhältnissen spielen, sowie für die emanzipatorische Rolle des internationalen Rechts. Professorin Pahuja sei auch ein herausragendes Beispiel für jüngere Wissenschaftler*innen - durch ihre anspruchsvolle, kreative und herausfordernde wissenschaftlichen Arbeit, ihre engagierte akademische Bürgerschaft und ihr integratives Mentoring.
 
Sundhya Pahuja wird den Preis im Rahmen eines Festaktes in Cambridge entgegennehmen.

Mehr über die Preisträgerin

Sundhya Pahuja ist Professorin für Rechtswissenschaften und Direktorin des Institute for International Law and the Humanities an der Universität von Melbourne.

Sundhya Pahuja ist Fellow der Australian Academy of the Social Sciences, war Fulbright Senior Scholar am Harvard Institute of Global Law and Policy, Direktorin des Public International Law Stream an der Hague Academy und Fellow des Stellenbosch Institute for Advanced Studies in Südafrika. Sie hielt Vorträge, lehrte und unterrichtete unter anderem in Yale und Cambridge, an SOAS, LUMS, der National University of Singapore, Birkbeck, Osgoode Hall, UBC, LSE und NYU.

Sie ist Mitherausgeberin des kürzlich erschienenen Routledge Handbook of International Law and the Humanities (2021) und International Law and the Cold War (CUP, 2019) sowie Autorin des preisgekrönten Buches Decolonising International Law (2011). Ihre aktuellen Forschungsprojekte konzentrieren sich auf Global Corporations and International Law, die populistische Herausforderung des Völkerrechts und eine  Neukonzeption des Völkerrechts als "Law of Encounter". Ihr besonderes Interesse gilt der Betreuung von Forschungsprojekten und dem Mentoring von Nachwuchswissenschaftler*innen, insbesondere aus dem Globalen Süden.