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Abstracts of the last 4 Issues

Die Rolle der Equal Protection Clause des 14. Amendments im US-amerikanischen Verfassungs- und insbesondere Wahlrecht im Vergleich zum deutschen Gleichheitssatz

Lukas Müller
 
 
Gleichheitspostulate haben in den Vereinigten Staaten eine spannungsgeladene Historie zwischen struktureller Diskriminierung und Progressivität, die die heutige gesellschaftliche und verfassungsrechtliche Ordnung entscheidend geprägt hat. Gegenstand dieser Arbeit ist es, die Rolle der US-amerikanischen Equal Protection Clause des 14. Amendments vor dem Hintergrund dieser Entwicklung im Verfassungs- und insbesondere im Wahlrecht zu betrachten und mit dem deutschen Gleichheitssatz zu vergleichen.
Als grundlegenden Rahmen der Dimensionen der Gleichheitssätze begreift diese Arbeit hierbei das Spannungsfeld zwischen einem bloß punktuellen Verbot von Ungleichbehandlungen und dem Gebot eines längerfristigen Abbaus gesellschaftlicher Ungleichheiten. In diesem Sinne wird zunächst argumentiert, dass die Rolle der Equal Protection Clause gerade für den Minderheitenschutz eng auf ihren historischen Zweck begrenzt bleibt und daher nur punktuell transformative Wirkung entfaltet. Als Gegenpol wird ihre Funktion für den Schutz von Individualrechten, insbesondere das Wahlrecht, dargestellt, die heute den zentralen Mechanismus für ihre überragende Bedeutung im Verfassungsrecht insgesamt bildet.

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