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Just Satisfaction under Art. 41 ECHR: a Quantitative Analysis

Leiter(in):

Anne Peters

   

Mitarbeiter(innen):

Szilvia Altwicker-Hámori

Tilmann Altwicker


Vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) sind Individuen beschwerdebefugt. Sie bekommen in bestimmten Fällen eine „gerechte Entschädigung“ (just satisfaction) in Geld zugesprochen, wenn der Gerichtshof feststellt, dass ihre Rechte durch den Staat verletzt worden sind. Für diese Summen gibt es kein „Schema“, d.h. der Gerichtshof entscheidet nach freiem Ermessen auf der Basis früherer Fälle. Es handelt sich um eine empirisch-rechtssoziologische Studie, die quantitative sozialwissenschaftliche Methoden verwendet. Das Projekt will den Zusammenhang zwischen verschiedenen fallbezogenen und sonstigen Faktoren sowie der Höhe der gerechten Entschädigung analysieren. Es ist in mehrere Teilprojekte gegliedert.

Das erste (abgeschlossene) Teilprojekt befasste sich im Schwerpunkt mit dem Problem des immateriellen Schadensersatzes unter Art. 41 EMRK in Situationen, in denen nur ein Konventionsrechtsartikel verletzt ist. Dieses Teilprojekt testete empirisch das „Billigkeitsprinzip“, das der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) zugrunde legt. Im Ergebnis konnte ein konsistentes Entscheidungsmuster nachgewiesen werden in Bezug auf die Höhe des immateriellen Schadensersatzes. Auf dieser Basis ergab sich eine innovative „Hierarchie“ der Konventionsrechte (s. Altwicker-Hámori et al. 2016 sowie SSRN).  

Das zweite (laufende) Teilprojekt befasst sich mit dem Problem des immateriellen Schadensersatzes in Situationen der Mehrfachverletzungen.

Publikationen

  • Szilvia Altwicker-Hámori, Tilmann Altwicker, Anne Peters: Measuring Violations of Human Rights: An Empirical Analysis of Awards in Respect of Non-Pecuniary Damage under the European Convention on Human Rights. In: Zeitschrift für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht 76, 1-51 (2016).
  • Working Paper: Measuring Human Rights Violations (PDF, 713.3 KB)