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Just Satisfaction under Art. 41 ECHR: a Quantitative Analysis

Leiter(in):

Anne Peters

   

Mitarbeiter(innen):

Szilvia Hámori

B.A. in German with French, European Studies an der Queen Mary, University of London (1995–1999), mit Auslandsstudium an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg. Anschließend Diploma und M.Sc. in Economics an der London School of Economics and Political Science (LSE) (1999–2001). Promotionsstudium der Ökonomie am Center for Doctoral Studies in Economics (CDSE) der Universität Mannheim (2001–2008), Abschluss: Dr.rer.pol. Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institute of Economics, Hungarian Academy of Sciences (2007–2011). Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Fachstelle Gesundheitswissenschaften der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) (seit 2012).

E-mail:

Tilmann Altwicker

Studium der Rechtswissenschaften und der Philosophie in Heidelberg (1997–2002). Erstes Juristisches Staatsexamen, Baden-Württemberg (2002), Zweites Juristisches Staatsexamen, Rheinland-Pfalz (2005). Wahlstation im Rahmen des juristischen Referendariats am Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht (2004–2005). LL.M. in Human Rights an der Central European University in Budapest, Ungarn (2005–2006). DAAD-Fachlektor für Rechtswissenschaften an der Eötvös Loránd Universität in Budapest, Ungarn (2008–2011). Promotion an der Universität Mannheim (2010), Abschluss: Dr.iur. Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Zürich, Institut für Völkerrecht und Ausländisches Verfassungsrecht (Lehrstuhl Diggelmann) und am Lehrstuhl für Rechtstheorie, Rechtssoziologie und Internationales Öffentliches Recht (Mahlmann) (2011–2013). Habilitand an der Universität Basel (2010–heute), Lehrbeauftragter an der Universität Zürich (2011–heute). Leiter der SNF-Forschungsgruppe „Transnational Public Security Law“ an der Universität Basel (2013–heute).

E-mail:

Vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) sind Individuen beschwerdebefugt. Sie bekommen in bestimmten Fällen eine „gerechte Entschädigung“ (just satisfaction) in Geld zugesprochen, wenn der Gerichtshof feststellt, dass ihre Rechte durch den Staat verletzt worden sind. Für diese Summen gibt es kein „Schema“, d.h. der Gerichtshof entscheidet nach freiem Ermessen auf der Basis früherer Fälle. Es handelt sich um eine empirisch-rechtssoziologische Studie, die quantitative sozialwissenschaftliche Methoden verwendet. Das Projekt will den Zusammenhang zwischen verschiedenen fallbezogenen und sonstigen Faktoren sowie der Höhe der gerechten Entschädigung analysieren. Es ist in mehrere Teilprojekte gegliedert.


Das erste Teilprojekt befasst sich mit dem Fall von Gesundheitsverletzungen. Hier geht es um die Fragestellungen: Wie ist der Begriff der Gesundheitsverletzung im Kontext der EMRK zu definieren bzw. welche Artikel der EMRK betreffen Gesundheitsverletzungen? Welche Rolle spielt die Gesundheitsverletzung bei der Bemessung der „gerechten Entschädigung“? Bekommt der Beschwerdeführer eine höhere Entschädigung, wenn festgestellt wurde, dass der Staat seine Gesundheit verletzt hat?

http://ssrn.com/abstract=2631404

Das zweite Teilprojekt bezieht sich auf die Gruppe der Eigentumsverletzungen. Dabei geht es darum, den Zusammenhang zwischen dem Schweregrad der Eigentumsverletzung und der Höhe der gerechten Entschädigung zu erklären.


Das dritte Teilprojekt behandelt Fragen der Compliance in Bezug auf die beiden Verletzungsarten.

Publikationen

  • Anne Peters, Szilvia Altwicker-Hámori, Tilmann Altwicker: Measuring Violations of Human Rights: An Empirical Analysis of Awards in Respect of Non-Pecuniary Damage under the European Convention on Human Rights. In: Zeitschrift für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht 76, 1-51 (2016).
  • Working Paper: Measuring Human Rights Violations (PDF, 713.3 KB)