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Max Planck Encyclopedia of Public International Law

Leiter(in):

Herausgeber: Rüdiger Wolfrum

Redaktionsleitung: Frauke Lachenmann


Max Planck Encyclopedia of Public International Law (MPEPIL)


1. Anspruch und Zielsetzung
Am Max-Planck-Institut entstand in den Jahren 2005-2012 unter Leitung von Rüdiger Wolfrum die Max Planck Encyclopedia of Public International Law (MPEPIL). Die MPEPIL ist seit 2008 als Online-Datenbank unter www.mpepil.com verfügbar und wird von Oxford University Press technisch betreut. Mit der Veröffentlichung einer Druckfassung (Oxford University Press) fand das Projekt im Jahr 2012 seinen vorläufigen Abschluss; die Online-Datenbank wird jedoch weiterhin aktualisiert und erweitert.
Die Enzyklopädie stellt ein nach Art und Umfang einzigartiges Referenzwerk dar. Ihr Anspruch ist es, alle Hauptbereiche des Völkerrechts abzudecken:
• Air law and law of outer space
• Diplomacy and consular relations
• Foreign relations
• History of international law
• Human rights
• Individuals and non-State actors
• Immunities
• International co-operation
• International courts and tribunals
• International criminal law
• International economic law and relations
• International environmental law
• International jurisprudence: Specific cases and decisions
• International law: Overview articles
• International organizations: General aspects
• International procedural law
• International responsibility
• Law of the sea
• Procedural law in international organizations
• Regional organizations, institutions and developments
• Settlement of disputes
• Sources, foundations and principles of international law
• Specific armed conflicts
• Specific geographic issues
• Specific treaties and instruments
• Statehood, jurisdiction of States, organs of States
• Subjects of international law
• Territory
• Theories of international law
• Universal international organizations and institutions
• Use of force, war, peace and neutrality.


2. Entstehung
Das Großprojekt MPEPIL mit inzwischen mehr als 1600 Stichworten knüpft an die Encyclopedia of Public International Law (EPIL) an, welche in den Jahren 1992–2001 von Rudolf Bernhardt herausgegeben wurde. Bei der MPEPIL handelt es sich nicht um eine Neuauflage, sondern um ein neues Werk. Angesichts der enormen völkerrechtlichen Entwicklungen der letzten zwei Jahrzehnte wurde die Enzyklopädie insgesamt erheblich erweitert und die weit überwiegende Zahl der Beiträge der früheren Enzyklopädie wurde völlig neu geschrieben; lediglich acht Beiträge wurden wortgleich aus der Bernhardt-Ausgabe übernommen.
 

3. Autoren
Der internationale Geltungsanspruch der MPEPIL wurde bereits bei der Auswahl der Autoren durch die Einbeziehung hochqualifizierter Wissenschaftler und Praktiker aus allen Erdteilen und Rechtstraditionen berücksichtigt. Insgesamt konnten bisher 833 Autoren aus 85 Ländern gewonnen werden. 33% der Autoren stammen aus nicht-europäischen Ländern.


4. Qualitätskontrolle
Die Beiträge zur MPEPIL haben Hybridcharakter: Einerseits müssen sie ihr Thema in kompakter Form erschöpfend und sachlich behandeln, um dem Referenzzweck einer Enzyklopädie gerecht zu werden. Andererseits ist jeder Autor zu einer eigenen wertenden Stellungnahme aufgefordert.
Die Qualitätskontrolle liegt beim Herausgeber und dem Fachbeirat; diesem gehören an: Armin von Bogdandy, Edith Brown Weiss, Jean-Pierre Cot, Yoram Dinstein, Thomas M. Franck (2009 verstorben), Jochen Abr. Frowein, Meinhard Hilf, Rahmatullah Khan, Martti Koskenniemi, Thomas Läufer, Thomas A. Mensah, Hanspeter Neuhold, Francisco Orrego Vicuña, W. Michael Reisman, Bruno Simma, Daniel Thürer, Christian Tomuschat, Tullio Treves und Sir Michael Wood. Der Fachbeirat ist seit 2005 regelmäßig zusammengetreten. Jeder Beitrag wird vom Herausgeber und mindestens zwei Mitgliedern des Fachbeirats intensiv geprüft, bevor über seine Aufnahme entschieden wird.
 

5. Aktualität
Der Anspruch an Gegenwartsrelevanz, dem sich dieses Projekt verschrieben hat, erfordert die Bereitschaft zu ständiger Aktualisierung, Berücksichtigung veränderter Verhältnisse und Anpassung an die Anforderungen des Leserkreises. Ziel ist es, die diversen und zunehmend fragmentierten Bereiche des Völkerrechts vollständig abzudecken und dabei zugleich auf neueste Entwicklungen zu reagieren. In Zusammenarbeit mit den Autoren werden die Beiträge regelmäßig überarbeitet.
 

6. Innovation
Eine besondere Herausforderung liegt in der Veröffentlichung der Enzyklopädie als Online-Datenbank. Dem Leser soll die Möglichkeit müheloser themenübergreifender Recherche geboten werden. Querverweise zwischen den Beiträgen und das innovative Angebot einer themengebundenen Recherche sollen den schnellen Einstieg in komplexe Sachverhalte ebenso ermöglichen wie das rasche Erfassen struktureller Zusammenhänge. Das Recherchemodul des Oxford Law Citator und die Verlinkung der MPEPIL mit weiteren Oxford University Press Fachdatenbanken ermöglichen dem Leser den raschen Zugriff auf themenverwandtes bibliographisches Material und juristische Dokumente, vielfach als Volltext.
 

7. Wirkungsgrad
Als Online-Medium ist die MPEPIL weltweit verfügbar geworden. Zu den Abonnenten zählen Universitäten, aber auch internationale Organisationen (unter anderem die Vereinten Nationen, ILO, IAEA), internationale Spruchkörper (z.B.: IGH, EGMR, IStGH, ITLOS), staatliche Behörden und global tätige Kanzleien.


Pressestimmen:
Seattle University Law Library: “Whether you need to understand an international legal concept or theory or have a specific question about the importance of a particular case or the context of an event, the [Max Planck] Encyclopedia of Public International Law online will prove to be an invaluable first stop for your international law research.”
American Reference Books Annual: “This monumental resource will be useful for scholarly researchers and practitioners in the area of public and international law. Academic libraries and corporate law libraries should consider adding it to the digital collections.”
Trends in Law Library Management: “The final component for public international law research is commentary. This component is the hardest to acquire electronically. Westlaw, LexisNexis, and HeinOnline offer databases of law review articles, but serious researchers will also demand treatises-classics of international law, and current monographs. The key building block here is the newly-available database, Max Planck Encyclopedia of Public International Law, from Oxford University Press. No PIL collection could attain respectability without this work.”

Kontakt:

Die folgenden Personen waren Mitglieder der MPEPIL-Redaktion:
Institutsinterne Berater: Ulrich Beyerlin, Isabel Feichtner, Clemens Feinäugle, Rainer Grote, Alexandra Guhr, Daniel Heilmann, Holger Hestermeyer, Marc Jacob, Karen Kaiser, Frauke Lachenmann, Nele Matz-Lück, Christiane Philipp, Monika Pohlmann, Stephan Schill, Anja Seibert-Fohr, Matthias Reuß, Volker Röben, Nicola Wenzel, Silja Vöneky.
Redaktionsleitung: Alexandra Guhr, Daniel Heilmann, Karen Kaiser, Frauke Lachenmann, Monika Pohlmann, Matthias Reuß.
Wissenschaftliche Mitarbeiter/Redakteure: Sange Addison-Agyei, Freya Baetens, Antje C. Berger, Monique Bianchi, Sina van den Bogaert, Ana Paula Costa Barbosa, Olivia Danai, John Dingfelder Stone, Angela Doul, Seth Ericsson, Ina Gätzschmann, Julia Gebhard, Katja Göcke, Petra Hardraht, Moritz Holm-Hadulla, Timo Knäbe, Judith Köbler, Chie Kojima, Maike Kuhn, Gilbert Leung, Emmanuelle Mantlik, Jakob Pichon, Isabel Röcker, Mylin Sapiera-Köbele, Charlotte Steinorth, Bijan Tavakoli, Katrin Tiroch, Johann-Christoph Woltag, Nele Linn Yang, Dominik Zimmermann.
Studentische Hilfskräfte: Sanja von Beauvais, Daniela Fietze, Alexander Foff, Miriam Freier, Ina Gätzschmann, Christian Gerber, Lena Hagemann, Anja Höfelmeier, Natalia Jevglevskaja, Judith Junk, Frederik Just, Sophie Kiladze, Carolin Kley, Katrin Kohoutek, Lisa Kölsch, Jana Lohmann, Aleksandra Mazurek, Harald Niederstraßer, Ian Innocent Ogutu, Jan Polzer, Victoria Reuter, Herbert Rosenfeldt, Eva Saarmann, Katharina Schaub, Alexander Schwarz, Katja Stockburger, Vanessa van Weelden, Patrik Zamorano-Martinez.
Sekretariat: Birgit Bürgy, Iris Füll, Margot Lintaller
Bibliothekare: Inge Bangert, Petra Weiler