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Tätigkeitsbericht für das Jahr 2002

III. Personalstruktur des Instituts

A. Direktoren

Das Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht wurde im Berichtszeitraum von zwei hauptamtlichen Direktoren geleitet, von Prof. Jochen Abr. Frowein (berufen 1981) bis zum 30. Juni bzw. von Prof. Armin von Bogdandy (berufen 2002) ab dem 1. Oktober sowie von Prof. Rüdiger Wolfrum (berufen 1993), der seit dem 1. September 1999 als Geschaftsführender Direktor fungiert.

Prof. Jochen Abr.>Frowein, geb. 1934, ist Professor für Staats- und Völkerrecht und war ordentlicher Professor an der Ruhr-Universität Bochum (1967-1969), an der Universität Bielefeld (1969-1981) und an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg (1981-2002). Von 1973 bis 1993 gehörte er der Europäischen Menschenrechtskommission an, von 1981 bis 1993 als Vizepräsident. Von 1989 bis 1993 war Prof. Frowein Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Völkerrecht. Ihm sind Ehrendoktortitel von den Universitäten Sevilla, Leuven, Szeged und Bielefeld sowie von der Russischen Akademie der Wissenschaften in Moskau und der Université Panthéon-Assas Paris II verliehen worden. Von 1999 bis 2002 war Prof. Frowein Vizepräsident der Max-Planck-Gesellschaft und in den Jahren 2000 und 2001 Vorsitzender der Vereinigung der Deutschen Staatsrechtslehrer, deren Vorstand er bereits von 1975 bis 1977 angehörte. Prof. Frowein wurde 2002 emeritiert.

Prof. Rüdiger>Wolfrum, geb. 1941, ist Professor für öffentliches Recht und Völkerrecht und war Inhaber eines Lehrstuhls in Mainz (1982) bzw. ordentlicher Professor in Kiel (1982 bis 1993); seit 1993 ist er ordentlicher Professor an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg. Er war von 1982 bis 1993 Direktor des Instituts für Internationales Recht an der Universität Kiel und von 1990 bis 1993 Prorektor dieser Universität. Von 1986 bis 1993 war er Richter am OVG Lüneburg bzw. OVG Schleswig, zuständig vor allem für umweltrechtliche Fälle. In dem Zeitraum von 1990 bis 2000 gehörte Prof. Wolfrum überdies dem UN-Ausschuß gegen Rassendiskriminierung an. Von 1996 bis 2002 war er Vizepräsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Im August 1996 wurde er zum Richter und im Oktober 1996 zum Vizepräsidenten des Internationalen Seegerichtshofs in Hamburg gewählt, 1999 für weitere neun Jahre als Richter wiedergewählt. Im Februar 1999 verlieh ihm die Russische Akademie der Wissenschaften und im Dezember 1999 das Shihutug Law College in Ulan Bator die Ehrendoktorwürde. Seit dem 1. Juli 2002 ist Prof. Wolfrum Vizepräsident der Max-Planck-Gesellschaft. Im selben Jahr erhielt er eine Honorarprofessur an der Universität Hamburg.

Prof. Armin>von Bogdandy, geb. 1960, ist Professor für öffentliches Recht, Europarecht, internationales Wirtschaftsrecht und Rechtsphilosophie, und war Inhaber eines Lehrstuhls an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main (1997-2002); seine Ernennung zum ordentlichen Professor an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg erfolgt in 2003. Im Februar 2001 wurde er zum Richter des OECD Kernenergiegerichts in Paris ernannt.